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Gedanken zu einem Next Generation Digital Ham Radio Network

Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht, wie ein modernes digitales Funknetz im Rahmen des Amateurfunks aussehen könnte, das die Nachteile der bestehenden Netze wie D-STAR vermeidet. Das Konzept ist noch in der Brainstormingphase und noch nicht in allen Details vollständig und formschlüssig ausgearbeitet, Anregungen und Ergänzungen sind daher immer willkommen.

Anforderungen an ein Next Generation Digital Ham Radio Network:

  • Verzicht auf proprietäre/patentbehaftete Technik.
  • Bestmögliche Abwärtskompatibilität (z.B. Weiternutzung bestehender Geräte durch Anschluss eines Decoders an die DATA-Buchse eines analogen 9k6-fähigen Transceivers).
  • Mehrere logische Kanäle, die dynamisch und automatisch vom System verwaltet und Funkgeräten ähnlich wie im Bündelfunk bei Bedarf zugewiesen werden.
    • Zeitmultiplex-Verfahren mit Timeslots für mehrere parallele Verbindungen auf der gleichen Frequenz.
    • Kapazitätserweiterung durch die Möglichkeit, dem Netzwerk weitere Frequenzen zuteilen zu können.
  • Im Funkgerät eingebauter Menü-Browser, der ein vom Repeater angebotenes Menü anzeigt und zugänglich macht (ähnlich dem Prinzip der früheren WAP-Seiten für Mobiltelefone, allerdings ohne Grafiken). Denkbare Beispiele für Inhalte sind:
    • Anzeige von Repeaternamen und Standort
    • Anzeige und Auf-/Abbau von Verbindungen zu anderen Repeatern und Konferenzservern.
    • Wetterinformationen
    • Verkehrsinformationen wie Staumeldungen
  • SMS-Dienst für Text-Kurzmitteilungen mit einer vernünftigen Nachrichtenlänge (256 Zeichen?) als Ersatz für den POCSAG-Pager-Funkruf.
  • APRS-Dienst, der die Zustellung von GPS-Positions-Baken im Hintergrund ermöglicht ohne dabei Fonie-Verbindungen übermäßig zu stören.
  • Transparentes Callsign-Routing, d.h. jedes Funkgerät kann mit jedem anderen eine Fonie- oder Datenverbindung aufbauen ohne wissen zu müssen, wo sich die Gegenstation befindet; vorausgesetzt, es ist ausreichend Bandbreite auf dem Netzwerkpfad verfügbar.
  • Abonierbare Konferenzen: Die Funkgeräte teilen dem Repeater mit, an welchen Konferenzen (Reflektoren) sie interessiert sind und der Repeater strahlt im Rahmen seiner verfügbaren Bandbreite alle Fonie-Beiträge aus, so dass sich jedes Funkgerät die Beiträge herraussuchen kann, die für seine Konfiguration relevant sind.
  • Roaming-Funktion zum Finden benachbarter Repeater. Ggf. mit automatischem Frequenzwechsel zum Repeater mit dem am besten empfangbaren Signal.