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Amateurfunk im Internetzeitalter

Amateurfunk gibt es seit den Pioniertagen der drahtlosen Kommunikation, als Funkverbindungen generell - und besonders interkontinentale Verbindungen - noch etwas ganz besonderes waren.

Mit dem Aufkommen der Heimcomputer entwickelte sich das damals technisch sehr fortschrittliche Packet Radio Netzwerk und viele Computernutzer machten vorallem deshalb die Amateurfunkprüfung, da sie darüber kostengünstig Daten austauschen konnten.

In der heutigen Zeit sind günstige Telefongespräche und Datenübertragung über DSL und Mobilfunknetze rund um den Erdball eine Selbstverständlichkeit.

Braucht es da noch einen Amateurfunkdienst?

Die meisten Menschen scheinen diese Frage inzwischen mit Nein zu beantworten, zumindest gibt es in meinem Bekanntenkreis nur sehr wenige Menschen, die nicht selbst Funker sind und dennoch wissen, was es mit dem Amateurfunk auf sich hat.

Für jemanden, der nur ein zuverlässiges Kommunikationsmedium sucht, lohnt sich der ganze Aufwand mit der Prüfung vermutlich auch nicht.

Aber betrachtet man es mal von der anderen Seite, hat der Amateurfunk auch heute noch Alleinstellungsmerkmale:

Nicht nur, dass die kommerzielle Nutzung des Amateurfunks gesetzlich verboten ist und es daher keine Probleme mit Spam oder Werbung an jeder Ecke gibt.

Amateurfunk ist pure, direkte Kommunikation, ohne Mobilfunknetze, ohne Eigeninteressen kommerzieller Netzbetreiber, ohne Zensur durch staatliche Stellen.

Wenn Stromversorgung, Internet und Telefonnetze versagen kann eine Amateurfunkstation an einer Autobatterie häufig dem staatlichen Katastrophenschutz zuarbeiten. Die Wikipedia nennt hierzu ein paar Beispiele, auch aus der jüngsten Vergangenheit.